Schokokäse

Schluss mit dem Käse – jetzt gibts Schokolade!

So., 10. Mai 2020
von Schokokäse
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Ich (86): Bekomme ich mich nun endlich organisiert?

Wie bere­its geschrieben, habe ich mich gestern Abend wieder mit mein­er Fam­i­lie virtuell getroffen.

Zum Ende hin haben sich meine Schwest­er und ich dann noch etwas näher über meine Psy­che unter­hal­ten und das alt­bekan­nte Moti­va­tions- und Zeitmanagement-Problem.

Drei »erfreuliche« Erkenntnisse:

  • Sie ken­nt auch genau­so z.B. unter der Woche das Phänomen, dass sie sich tagsüber bzw. auf dem Heimweg noch super motiviert fühlt, was zu tun – aber sobald sie zuhause ist, wech­selt sie in den Schlafanzug-Chill-Modus.
  • Die beste Moti­va­tion, um aufzuräu­men? Ist bei ihr eben­falls, sich Besuch einzu­laden. Nur ger­ade wegen Covid-19 schwierig.
  • Mit den von vie­len so gelobten To-Do-Lis­ten kann sie auch her­zlich wenig anfangen.

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Mi., 29. April 2020
von Schokokäse
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Twitter und der Handynummer-Zwang

Auch wenn ich in den so genan­nten sozialen Medi­en nicht angemeldet bin, ver­folge ich diese unregelmäßig. Ins­beson­dere bei manchen Fernsehsendun­gen schaue ich par­al­lel dazu immer mal wieder, was bei Twit­ter dazu kom­men­tiert wird.

Auf­grund dessen schau ich auch son­st gerne mal, was all­ge­mein an Hash­tags und Wörtern so »tren­det«. Und manch­mal juckt es mich schon in den Fin­gern, ins­beson­dere het­zerische bzw. diskri­m­inierende Beiträge nicht unkom­men­tiert zu lassen.

So dachte ich, ich reg­istriere mich vielle­icht mal wieder dort.

Allerd­ings nicht wie damals als Schokokäse oder unter einem anderen bere­its bekan­nten Namen. Wenn ich schon meinem Prinzip untreu werde und mich einem Walled Gar­den zuwende, dann bitte »under­cov­er«.

So saß ich heute Abend da und hab recht lange über mögliche Nutzer­na­men gegrü­belt. Nach der Reg­istrierung (natür­lich per E‑Mail-Adresse, nicht unter Angabe ein­er Tele­fon­num­mer) hab ich ein passendes Pro­fil­bild hochge­laden und war dann erst­mal auf anderen Seit­en unterwegs.

Als ich dann wieder zum Twit­ter-Tab zurück­gekehrt bin, sprang mir eine Seite ent­ge­gen, die mich dazu auf­forderte, meine Han­dynum­mer anzugeben. Und das kon­nte ich nicht überspringen.

In der dort ver­link­ten Hil­fe fand ich fol­gende Info:

Your account is locked and we need to con­firm you are the valid owner

If your account appears to have exhib­it­ed auto­mat­ed behav­ior that vio­lates the Twit­ter Rules, we may lock it and request that you con­firm you are the valid own­er of the account.

Was der Fick?! Wie kom­men die auf diesen Ver­dacht? Ich ver­mute, deren Automa­tis­men haben angeschla­gen, weil meine Wer­be­block­er (sowohl als Brows­er-Plu­g­in als auch als Hard­ware-Lösung für mein eigenes Zuhause-Net­zw­erk) hierzu benötigte Ressourcen geblockt haben.

Aber meine Han­dynum­mer bekom­men die nicht. Das ist doch auch nur eine faden­scheinige Begrün­dung, um an die Tele­fon­num­mer zu kom­men, die wesentlich bess­er als ein­deutiges Merk­mal genutzt wer­den kann als eine E‑Mail-Adresse. Denn viele haben mehr ver­schiedene E‑Mail-Adressen als ver­schiedene Mobil­num­mern. Und bei der Reg­istrierung hat denen ja auch meine E‑Mail-Adresse gere­icht, um mir einen Ver­i­fizierungscode zusenden zu können.

Und wieder ein Abend vor­bei für nichts und wieder nichts …

Mo., 27. April 2020
von Schokokäse
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Geregelt (9): Knochenmarkspende-Registrierung

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Am Woch­enende habe ich endlich das Ver­fahren zum vor einiger Zeit ange­forderten Reg­istrierungs­set durchge­führt und heute bei der Post einge­wor­fen. Mal sehen, ob und wie schnell ich eventuell von denen höre.

DKMS-Registrierungsset

Klar, wir Deutschen haben mit rund einem Zehn­tel der Bevölkerung (8.5 Mil­lio­nen) bere­its viele reg­istri­erte Spender. Aber lei­der fehlt eben immer noch viel zu oft das passende Gegen­stück bei manchen Patient*innen.

Nach­dem ich von einem Fre­und erfuhr, dass bei der Knochen­mark­spende nicht diesel­ben Auss­chlussregeln wie für die Blut­spende gel­ten, habe ich bei mein­er Recherche gese­hen, dass männliche Nicht-Het­en (bzw. MSM) tat­säch­lich nicht von der Knochen­mark­spende aus­geschlossen sind 🙂

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Bis zur eigentlichen Anforderung des Reg­istrierungs­sets hat es dann aber auch noch eine Zeit gedauert – und das lag dann hier jet­zt auch noch wieder erst was rum.

Und nein, die Spende ist nicht immer mit ein­er Oper­a­tion ver­bun­den. Lediglich bei rund 20% der Fälle ist eine OP nötig. Ob men­sch sich darauf ein­lassen möchte, kann jede*r Spender*in dann aber immer noch entscheiden.

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Zur Onlinereg­istrierung bei der DKMS

Fr., 24. April 2020
von Schokokäse
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Danke, Nobbi!

Für sein »Die Rende is sis­cha« wurde er oft belächelt.

Aber das, was ich von Nor­bert Blüm (auf­grund meines eige­nen Alters vor allem in der Nach-Poli­tik­er-Zeit) mit­bekom­men habe, war eine Per­son, die Klar­text sprach, mit Hal­tung und auf Augen­höhe mit dem Otto Nor­ma­lo. Und als CDU-Poli­tik­er mit einem erstaunlich deut­lichen Blick für das Soziale.

»Sol­i­dar­ität ist die poli­tis­che Form der Nächstenliebe.«

»Sol­i­dar­ität ist kein Luxus, son­dern Exis­tenzbe­din­gung des men­schlichen Lebens.«

»Wir ret­ten Banken, dazu ist Europa fähig, und lassen Men­schen absaufen. Das ist ein Pro­gramm des huma­nen Irrsinns.«

»Wenn ein­er am Ertrinken ist, kön­nen Sie auch nicht lange disku­tieren, ob sie ihn mit dem Schlauch- oder Motor­boot retten.«

»Der gesunde Men­schen­ver­stand hat in der pro­fes­sionellen Gesellschaft keinen Stel­len­wert mehr.«

»Wer in die Poli­tik geht, um beliebt zu sein, der hat den Beruf verfehlt.«

»Mitunter geht man mit unter.«

»Wenn der Abstand zwis­chen Reich und Arm so bleibt, wie er jet­zt ist, gibt es keinen Frieden auf der Welt.«

»Hütet euch vor den Poli­tik­ern, die auf jede Frage eine Antwort wissen.«

Nor­bert Blüm vor vier Jahren (mit 80 Jahren!) im griechis­chen Geflüchteten­lager Idomeni: 

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»Wenn 500 Mil­lio­nen Europäer keine fünf Mil­lio­nen oder mehr verzweifelte Flüchtlinge aufnehmen kön­nen, dann schließen wir am besten den Laden Europa wegen moralis­ch­er Insolvenz.«

Danke, für deine deut­lichen Worte.

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Do., 23. April 2020
von Schokokäse
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Merk-würdig (84): Nein zum Social Distancing!

Ger­ade in der aktuellen Zeit zeigt sich neben vie­len neg­a­tiv­en Aspek­ten auch, dass Men­schen – wenn auch nicht kör­per­lich, dann zumin­d­est gefühlt – näher zusam­men­rück­en und sich mit schö­nen Aktio­nen gegen­seit­ig unter­stützen. Und ger­ade das ist es, was das Soziale ausmacht.

Daher ist »Social Dis­tanc­ing« fehl am Platz:

Genau­so ras­ant wie das Coro­na-Virus in Europa ver­bre­it­et sich der Begriff „social dis­tanc­ing“ in den Medien. […]

Tre­f­fend­er hieße es „spacial/physical/bodily oder pub­lic dis­tanc­ing“. Denn um Ansteck­un­gen zu ver­hin­dern, emp­fiehlt sich räum­liche, physis­che oder kör­per­liche Dis­tanz. Es geht um Kon­takt-Reduk­tion, um Kör­p­er-Abstände, physis­che Kon­tak­te, das Mei­den von Ver­samm­lun­gen. Es geht nicht um eine Reduk­tion von Beziehun­gen oder sozialen Inter­ak­tio­nen. Das ist in ein­er dig­i­tal­en Welt nicht mehr nötig.

[…]

Die Gle­ich­set­zung von Nähe und Sozialem führt bei ein­er Reduk­tion des einen zu ein­er Reduk­tion des anderen. Eben weil sich Men­schen an Wörtern orientieren. […]

Armin Laschet sagte in sein­er drän­gen­den Ansprache an die Bevölkerung am Freitag:

„Alle sozialen Kon­tak­te wer­den in der näch­sten Zeit ruhen müssen.“

Ich möchte antworten: Nein, müssen sie nicht. Tele­foniert, schreibt Euch Mails und Nachricht­en, macht Videoan­rufe. Bleibt zusam­men. Und bleibt fre­undlich, wenn ihr auf Abstand geht. Oder wie die dänis­che Min­is­ter­präsi­dentin am sel­ben Tag sagte:

„Jet­zt müssen wir zusam­men­ste­hen, indem wir Abstand halten.“

Das ist in der dig­i­tal­en Welt leichter als je zuvor.

Quelle: Eric Wal­lis / Übermedien

An diesen Beitrag vom 13.3. erin­nert hat­te mich der let­zte Tage veröf­fentlichte »Liv­ing the Future«-Blogbeitrag:

Iso­la­tion. Ein Konzept, das ich kenne

Im Moment kom­men wieder Medi­en­an­fra­gen, vor allem zu meinem Erleben des „phys­i­cal dis­tanc­ing“ und wie ich es als Men­sch mit Depres­sion und Angst­störung erlebe.

Quelle: Uwe Hauck / Liv­ing the Future 

In diesem Sinne:

Ja zum virtuellen Kuscheln und zu sozialer Nähe auch in Zeit­en von Phys­i­cal Distancing 🙂