Gedicht (4): Sehnsucht

Ich hatte nun nach mehreren Jahren Pause mal wieder Kribbeln in den Fingern, schriftlich kreativ zu werden 🙂

Sehnsucht

Sehen und verstehen.
Anstrahlen und ausmalen.
Amüsieren und balsamieren.

Reizen und Anheizen.
Drücken und verzücken.
Spüren und berühren.

Aufbauen und vertrauen.
Küssen und vermissen.
Lieben und erleben.

Du mich.
Ich dich.
Wir uns.

Gedicht (3): Lebensglück

Ein Gedicht, das ich Ende Februar 2008 verfasste, aber nicht groß an seiner Aktualität verloren hat.

Lebensglück.
Gedanken über das Leben und seine Folgen.

Egoismus und Unbarmherzigkeit
Eiskalter Nebel macht sich breit.
Ohne Rücksicht auf Verlust
Und beim Ander‘n bleibt nur Frust.

Das Ich ist, was zählt
In der heutigen Welt.
Funktionierende Gesellschaft war einmal
Wie es anderen geht, ist doch egal.

Immer weiter, nie zurück
Jeder strebt nach seinem vermeintlichen Glück.
Beruflicher Erfolg und geregelte Finanzen
So kann man sich einfach zuhaus’ verschanzen.

Doch irgendwann ist es zu spät
So dass die ganze Welt zu Grund geht.
Bis sich das ändert – anstatt dass man sich verpisst –
Sollte man es nehmen, wie es ist.

Das Leben, voll und ganz
Ist härter als jeder … Wasserhärtegrad.

Gedicht (2): VerLiebt

Ich wandere her, ich wandere hin
Was hat das Leben für einen Sinn?

Auf dieser Welt gibt es so viel zu erleben
Doch allein ist es ein großes chaotisches Beben.
Überall nur Kälte und Leere
Auf dass sich das Trübsal weiter vermehre.

Wie ich es hasse, ins einsame Bett zu gehn
Und morgens ebenso unverändert wieder aufzustehn.
Als sei das Leben noch nicht kompliziert genug
Liegt auf meinem privaten Glück ein schwerer Fluch.

Die Funken der Hoffnung immer wieder im Nu verfliegen
Ein erkennbarer oder gar genannter Grund ist dabei kaum zu kriegen.
Ich sehne mich nach Wärme und Verständnis, nach Nähe und Zärtlichkeit
Doch ist dafür die mir unbekannte „Richtige“ anscheinend nicht bereit.

So trotte ich Tag für Tag, Jahr für Jahr, weiter alleine durchs Leben
Nicht wissend, wem ich meine Liebe kann geben.

Gedicht (1): Größtes Glück auf der Welt

Was bedeutet das eigentlich? Mein alphabetischer Versuch vor drei Jahren über das, was man nicht in Worte fassen kann.

Alltagstauglich
Beschützend
Charmant
Dankbar
Ehrlich
Frei
Gemeinsam
Hundertprozentig
Interessiert
Jauchzend
Kümmernd
Lebenserfüllend
Magisch
Natürlich
Offen
Persönlich
Quietschvergnügt
Respektierend
Sentimental
Treu
Unverfälscht
Vertraut
Wahr
X-mal bewiesen
Yberraschend
Zweifellos

– oder kurz gesagt: Liebe.