Mi., 1. April 2020
von Schokokäse
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Anscheinend hatte ich vergangene Woche einen gewissen Moment des Erwachens bzw. Erschreckens angesichts des Coronaviruses.
Dabei war ich bereits vorher mit den Coronafolgen einkaufen gewesen, mit Abstandsmarkierungen auf dem Boden im Kassenbereich und abgetrennten Zugangswegen bei dm. Doch da hat mir das irgendwie gar nichts ausgemacht.
Ganz anders, als ich zu meinem »Drogendealer« musste. Ich brauchte mal wieder neues Handyguthaben und dachte, wenn ich eh bei Rewe/Penny bin, kann ich mir auch neuen Zuckervorrat in Form von Keksen holen. Was davon die größere Droge ist, liegt wohl im Auge des Betrachters 😉
Ich bin gerade in den Penny gegangen, da hat mich ein Mensch vom Sicherheitsdienst vor der Tür wieder aus der Schleuse nach draußen gerufen: Jede Person darf nur mit Einkaufswagen rein. Okay, also erstmal eine Euromünze rausgekramt.
Keine Ahnung, ob es mir diese ungewohnte Situation dauerhaft bewusst machte, da ich sonst nie mit Einkaufswagen in den Penny geh – warum auch: Für zwei, drei Packungen Kekse und eventuell eine Müslipackung? Denn dort sah ja erst einmal alles aus wie immer, erst im Kassenbereich gabs dann sichbarere Vorsichtsmaßnahmen. Aber kaum wa ich drinnen, zog sich bei mir innerlich alles zusammen. Ich hatte ein ganz seltsames Gefühl in der Magengegend und fühlte mich zehn Kilo schwerer.
Im Rewe hab ich mir dann freiwillig einen Einkaufswagen genommen, da ich hier etwas mehr einkaufen wollte. Wirklich besser wurde hier das Gefühl aber auch nicht. Ich war froh, als ich wieder raus und vor allem zuhause war.
Als ich ein paar Tage später im Baumarkt war, hatte ich das Gefühl seltsamerweise nicht mehr, dabei war her die Coronasituation sichtbarer, da die im Markt verteilten Infotheken alle mit provisorischem Sicherheitsabstand versehen waren.