Schokokäse

Schluss mit dem Käse – jetzt gibts Schokolade!

Ich (50): Sozi­al inkom­pe­tent II

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Bis­he­ri­ge pas­sen­de Beiträge:

Stil­le

Ich fin­de schon seit län­ge­rem wenig Moti­va­ti­on, Freund­schaf­ten zu pfle­gen. Hin­zu kom­men die Beden­ken, in mei­ner jet­zi­gen Ver­fas­sung kei­ne gute Gesell­schaft zu sein. Ande­rer­seits fra­ge ich mich aber auch, war­um muss soll immer ich die Kon­tak­te auf­recht erhal­ten? Wes­halb kommt von der ande­ren Sei­te so gut wie nichts? War ich noch nie eine gute Gesellschaft?

Cha­os

Anders ver­hält es sich mit mei­ner Moti­va­ti­on, wenn ich mir mehr erhof­fe (also bis­her beschränkt auf Frau­en). Lei­der mit dem rie­sen­gro­ßen Nach­teil, dass ich mir damit vie­les ver­baue bzw. ver­saue, wenn sich die Vor­stel­lun­gen der Art der Bezie­hung von­ein­an­der unter­schei­den. Die größ­te Gefahr für das Ent­ste­hen einer sol­chen Dif­fe­renz besteht beim ers­ten Date, dem „Tref­fen der Erkennt­nis“ – sofern ich es nicht vor­her mit einem Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Fett­näpf­chen schon ver­bockt habe.

Und lei­der spie­len mei­ne Gefüh­le nicht nur recht schnell ver­rückt und ich male mir mit der Zeit in immer fan­tas­ti­sche­ren Luft­schlös­sern aus, wie es wer­den könn­te. Nein, sie machen sich auch viel zu lan­ge bemerk­bar, wenn der K®ampf eigent­lich schon längst ver­lo­ren ist. Schwie­rig wird es daher, wenn der Kon­takt wei­ter­hin besteht. Ich sel­ber kann auch für mich nicht ver­ste­hen, wie ich mit einer zukünf­ti­gen Ex nach Bezie­hungs­en­de eine Freund­schaft füh­ren könn­te. Es sei denn, man hat sich ein­fach mit der Zeit aus­ein­an­der­ge­lebt und es han­delt sich somit um eine Tren­nung in bei­der­sei­ti­gem Ein­ver­ständ­nis. Aber wenn einer den ande­ren ver­lässt? Das stell ich mir ein­fach nur schei­ße vor.

Wie­der einer weniger

Letz­te Tage „durf­te“ ich mal wie­der eine Freund­schaft abha­ken. Nein, kei­ne Frau. Aber auch bei dem Kon­takt zu ihm stand etwas im Weg. Er wünsch­te sich end­lich mal wie­der ein Tref­fen mit sexu­el­lem Inter­es­se, was ich jedoch schon seit län­ge­rem nicht mehr möch­te. Nicht nur mit ihm, son­dern allgemein.

Es schmerzt zwar, da er einer der weni­gen ist, der in der Nähe wohnt. Aber ich hat­te schon so etwas befürch­tet, weil mich sein häu­fi­ges Nach­fra­gen schon nerv­te. Und ich den­ke mir: Wenn ich ihm für eine rein pla­to­ni­sche Freund­schaft nicht gut genug bin, dann ist ein Ende wohl eh unver­meid­lich, dann lie­ber frü­her als spä­ter, wenns womög­lich noch mehr schmer­zen würde.

Lern­fä­hig?

Ich möch­te zwar schon seit eini­gen Jah­ren aus mei­nem Ein­zel­gän­ger­le­ben raus, aber so recht klapp­te das bis­her nicht. Da stellt sich mir die Fra­ge, wie ich die­se Sozi­al­kom­pe­tenz am bes­ten erler­nen könn­te. Und ich mer­ke schon, ich hof­fe, ich fin­de bald einen The­ra­pie­platz, viel­leicht kann ich dadurch nicht nur einen Weg zu mir selbst, son­dern auch zu ande­ren zu finden.

Aller­dings hilft mir das nicht jetzt wei­ter. Und ich kann schlecht sämt­li­che Pro­ble­me ein hal­bes Jahr oder län­ger ruhen las­sen, bis ich wie­der ver­nünf­ti­ger den­ken und han­deln kann. Und die Zeit wärend der The­ra­pie anhal­ten kann ich noch weniger 😕

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11 Kommentare

  1. die ers­te pas­sa­ge »stil­le« hät­te glatt von mir sein kön­nen… 🙁 mich quä­len auch stän­dig die­se fra­gen und gedanken. 

    zum the­ma »wie­der einer weni­ger«, das sehe ich genau­so. wenn jemand nur sexu­el­les inter­es­se hat, und sonst ist man unwich­tig… so einen kann man wohl abhaken. 

    ich bin zwar sel­ber ein sport­muf­fel, aber wie sieht es eigent­lich bei dir aus? ich höre immer wie­der, dass man so auch ganz gut jeman­den ken­nen­ler­nen kann… viel­leicht kannst du auf die­se wei­se mal unter die leu­te kom­men und kon­tak­te knüp­fen…? und neben­bei ist sport auch gut um mal abzu­schal­ten von dem gan­zen kopfkram 🙂

    • @ clau­dy:

      Zum The­ma Sport habe ich mich schon geäu­ßert, jedoch nur in geschütz­ten Bei­trä­gen. Hier die aus­sa­ge­kräf­tigs­te Passage:

      Sie frag­te auch, ob ein Ver­eins­sport für mich in Fra­ge käme, um mehr unter Leu­te zu kom­men. Das hat­te ich auch schon mehr­mals in der Ver­gan­gen­heit im Kopf, aber so recht habe ich nichts gefun­den. Letz­tes Früh­jahr war ich mal bei einem Inlin­er­treff im Pott. Doch die Fahr­zeit habe ich zu posi­tiv gese­hen und ich bin natür­lich wie immer erst auf den letz­ten Drü­cker gefah­ren, so dass kei­ner mehr da war. Und nun ist genau an dem Wochen­tag der Umwelt­grup­pen-Treff. Viel­leicht fin­de ich ja jetzt doch noch eine ande­re Inli­ner­grup­pe in der Gegend, ansons­ten wer­de ich ver­su­chen, zumin­dest solo mal etwas für mei­ne Fit­ness zu tun. 

      Ich (22): Wie gehts eigent­lich wei­ter? (18.2.2011)

      Lei­der ists bei dem Vor­satz geblie­ben. Wenn das Wet­ter die­sen Som­mer nicht so wechs­wel­haft gewe­sen wäre, hät­te ich mich zur Arbeit wenigs­tens mal öfters aufs Rad geschwun­gen, so war das eher sel­ten der Fall. Da mach ich allein in einer Woche Urlaub durch das gan­ze Gehen mehr Sport als im gan­zen Jahr. 

      Inli­nern, Rad­fah­ren und Schwim­men lass ich mir eigent­lich ger­ne gefal­len. Jedoch haben sol­che Solo-Sport­ar­ten – anders als etwa Duell- oder Team­sport­ar­ten –, dass der Kopf recht frei bleibt und somit sich wie­der unan­ge­neh­me Gedan­ken breit machen 😕

  2. hm, das hat­te ich noch nicht gele­sen (habe erst ges­tern mal dein pass­wort ein­ge­ge­ben, aber nur die letz­ten bei­trä­ge gele­sen). inli­nern ist im grun­de ja auch eher ein solo­s­port, stimmt, da kommt man sicher nicht so leicht ins gespräch. da müs­sen schon mannn­schafts­sport­ar­ten her. oder ein­fach irgend­ei­ne fit­ness­grup­pe, gym­nas­tik und sowas, da gibt es ja genug. ein tanz­kurs? oder ist das dann schon wie­der zuviel körperkontakt? 

    umwelt­tref­fen? klingt gut. oder auch veganer/​vegetariertreffen oder so. da hast du dann auch gleich­ge­sinn­te um dich rum, sowas ist ja auch wichtig.

    ach, ich habe immer so tol­le tipps und befol­ge selbst kei­nen davon *lach*

    • @ clau­dy:

      Zum Sport werd ich nun auch noch was Neu­es blog­gen. Die Umwelt­schutz­grup­pe trifft sich regel­mä­ßig, es gibt beim heu­ti­gen Zustand der Erde auch genug zu unter­neh­men und zu infor­mie­ren. Für Veganer/​Vegetarier ist mir das nicht bekannt, aber könn­te auch inter­es­sant sein 🙂

      ach, ich habe immer so tol­le tipps und befol­ge selbst kei­nen davon *lach*

      Das fin­de ich eher trau­rig als zum Lachen 😐

  3. och, ich besit­ze genug selbst­iro­nie, das geht schon in ord­nung 🙂 ich kann inzwi­schen über mei­ne schwä­chen lachen, das hat ’ne wei­le gedauert.

  4. nein, sowas kann ich gar nicht ver­drän­gen, dafür bin ich viel zu selbst­kri­tisch. in den kom­men­den mona­ten habe ich sowie­so genug gele­gen­hei­ten, an mir zu arbei­ten. mal sehen, ob sich dann was bes­sert bei mir.

  5. Und wie­der eine Fra­ge, die ich mir auch oft stelle!!!
    »Ande­rer­seits fra­ge ich mich aber auch, war­um muss /​ soll immer ich die Kon­tak­te auf­recht erhal­ten? Wes­halb kommt von der ande­ren Sei­te so gut wie nichts? War ich noch nie eine gute Gesellschaft?« >.<

    • @ Kazi:
      Mei­ne Schwes­ter mein­te letz­tens, dass man da lei­der gera­de zu Beginn deut­lich mehr rein­ste­cken muss. Weil die ande­ren ihre(n) Freundeskreis(e) bereits haben und nicht auf mich gewar­tet haben. Es dau­ert, bis man auch von den ande­ren (nicht erst beim Nach­den­ken, son­dern auch auto­ma­tisch) „dazu­ge­zählt“ wird. Aber für die­ses „sich Auf­drän­gen“ fehlt mir die Kraft und Ausdauer 🙁

  6. Das glaub ich dir!!!

    Bei mir ist es eher anders… zur Lehr­zeit waren wir alle ein Team, eine Cli­que, Freun­de… haben viel unter­nom­men und uns gese­hen oder geschrie­ben, tele­fo­niert oder sonst was… jetzt wo wir alle unter­schied­li­che Schich­ten haben und in ande­ren Abtei­lun­gen arbei­ten ist das schwie­ri­ger und mir kommt es oft so vor, als ob ich allein ver­su­che die Grup­pe zusam­men­zu­hal­ten. Ich ver­su­che uns Tref­fen zu orga­ni­sie­ren, zum Essen oder Trin­ken gehen, Kino, Städ­te­rei­sen, Frei­zeit­parks, Spie­le­abend oder ein­fach nur so zum quat­schen oder in die City gehen… aber nichts kommt zustan­de, nichts kommt zurück… immer nur Absa­gen und kei­ne neu­en Ideen von den Per­so­nen selbst… aber dann immer Sprü­che wie: »Seit wir aus­ge­lernt sind sehen wir uns kaum noch« oder »Irgend­wann hat kei­ner mehr was mit­ein­an­der zu tun« … Ey sor­ry, wenn gera­de von denen, die die­se Sprü­che los las­sen GAR NICHTS kommt, was soll man da machen??? >.< DAS ist anstren­gend, die Freund­schaf­ten auf­recht zu hal­ten, wenn die das anschei­nend nicht wollen… 😥 😥 😥

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