Ich finde diese Einstellung sehr sympathisch:
Ich weigere mich, das Tam-Tam zu veranstalten, das ihr angesprochen habt.
Und weil ich immer noch nervös werde kurz bevor ich richtigstellen muss, dass ich nicht hetero bin. Ich habe kaum Angst vor Anfeindungen oder Gewalt. Ich weiß, das ist ein Privileg als queere Person; es sollte keines sein. Wovor ich Angst habe, sind Menschen, die sagen, sie müssten das erst einmal verarbeiten. Die mir vorwerfen, ich hätte es zu lange verheimlicht. Menschen, die behaupten, natürlich sei es in Ordnung – und die sich dennoch Sorgen machen, wenn ihre Kinder in der Schule von Leuten wie mir hören.
Trotzdem ist es schön, out zu sein. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn ich mit fünfzehn schon ganz selbstverständlich hätte lesbisch sein können. Natürlich wäre es schöner, ich könnte es jetzt.
Aus: »Queers, müsst ihr euch immer noch outen?« (jetzt.de)

