Schokokäse

Schluss mit dem Käse – jetzt gibts Schokolade!

Merk-wür­dig (85): Athena – auf den Spu­ren dei­ner Träume

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Ver­gan­ge­ne Woche bin ich in der ZDF­ti­vi-Media­thek auf die vom ZDF ko-pro­du­zier­te bri­ti­sche Serie »Athena – auf den Spu­ren dei­ner Träu­me« gestoßen.

Dar­um gehts:

Die Kar­rie­re des jun­gen Models Nye­la Malik (Ella Balins­ka) erhielt einen deut­li­chen Rück­schlag, weil sie öffent­lich kri­ti­siert hat­te, dass ein Desi­gner sie als rei­nes Objekt behan­delt hat. Doch Nye­la tritt die Flucht nach vor­ne an und will nun eige­ne Mode machen. So kommt sie auf die Design­schu­le The Athena, die bedeu­tends­te Kunst- und Design­schu­le Lon­dons. Dort trifft sie auf zahl­rei­che enorm begab­te Krea­ti­ve aus den unter­schied­lichs­ten Rich­tun­gen, die hart und bis­wei­len auch ver­bis­sen an der Ver­wirk­li­chung ihrer Träu­me arbei­ten: Foto­gra­fen, Kos­tüm-Desi­gner, Gra­phi­ker, Fashion-Desi­gner und Schmuck-Desi­gner. (Text: bmk/​BK)

Quel­le: Fernsehserien.de

Die Mach­art ist unge­wohnt, aber gelun­gen. Ihre Gedan­ken spricht die Haupt­dar­stel­le­rin Nye­la manch­mal aus dem Off. Sehr oft durch­bricht sie aber die »Vier­te Wand« und spricht direkt laut in die Kame­ra, ohne dass die ande­ren Prot­ago­nis­ten dies hören. Auch scheint sie die Regie und sti­lis­ti­sche Mit­tel der Serie beein­flus­sen zu kön­nen, was zu kurio­sen Situa­tio­nen führt.

Ich habe mir allein aus den bis­her gese­he­nen ers­ten Fol­gen meh­re­re inter­es­san­te Zita­te notiert. Ins­be­son­de­re in der ver­schlos­se­nen Leigh (Taf­line Steen) mit ihrem Cha­rak­ter kann ich mich doch öfters wie­der­erken­nen. Ich habe kein gutes foto­gra­fi­sches Gedächt­nis, aber sie erin­nert mich doch ein wenig an eine Bekann­te. Mit ihrer Art (allen vor­an wohl die Mimik), Haar­far­be und Fri­sur sowie der Kör­per­grö­ße. Wie ich dann im Abspann gese­hen habe, stimmt zumin­dest der Vor­na­me mit ihrer deut­schen Syn­chron­stim­me Sophie Lech­ten­brink überein 😁

Aus Fol­ge 1 – »Neu­an­fang mit Hindernissen«:

Im pri­va­ten Zwei­er­ge­spräch über die Studienwahl:

Nye­la: »Wie­so Fotografie?«

Leigh: »Ich finds bes­ser, wenn sich zwi­schen mir und ande­ren ein Gegen­stand befindet.«

Nye­la: »Aus Prinzip?«

Leigh: »Ja.«

Da hät­te ich noch einen Geheim­tipp: Machs wie ich und foto­gra­fie­re kei­ne Men­schen, das erleich­tert die Sache noch­mal umso mehr 😀

Aus Fol­ge 2 – »Die Gruppenarbeit«:

Nye­la (in die Kame­ra): »Jedes Col­le­ge hat sei­ne Cli­quen. Aber Kunst­col­le­ge-Cli­quen, die sind etwas anderes.«

Nye­la: »Gehen wir dahin?« - mit Blick auf einen Tisch mit hashtag­gen­den Selfie-Instagramerinnen.

Leigh: »Nicht, wenn du willst, dass ich mein Essen verdaue.«

Nye­la: »Oh, wir wäre es bei Sam und wer auch immer der ande­re da ist?« - mit einer Gitar­re auf dem Schoß des »ande­ren«.

Leigh: »Das da ist Len­ny. Aus dem Stu­den­ten­wohn­heim. Und soll­te er jetzt Gitar­re­spie­len, ist das ein kla­res Nein.«

Len­ny fängt mit Gitar­re­spie­len an.

Leigh: »Uuund ich bin raus. Woll­te sowie­so mal allein sein.«

Nye­la: »War­te! Aber … Wir haben uns doch nur fünf Minu­ten gese­hen, ich mei­ne, im Grun­de nur in der Warteschlange.«

Leigh: »Nye­la? Für mich ist das ewig.«

Und spä­ter:

Leigh: »Du bist nie auf der High School gewe­sen, oder?«

Nye­la: »Nie. Ich hab mit 14 ange­fan­gen zu modeln, also …«

Leigh: »Also hast du sie ver­passt, die Cli­quen. Und wie schlimm da geläs­tert wird.«

Nye­la: »Aber, das hier ist kei­ne High School.«

Leigh: »Das bedeutet?«

Nye­la: »Es bedeu­tet, die­ses Pro­jekt könn­te der ers­te Schritt zu einer neu­en Cli­que sein.«

Leigh: »Ooohh…« – mit einem gequäl­ten Unterton.

Nye­la: »Nicht Oh. Viel­mehr: Kom­pli­ziert und fröh­lich, wie man es in Jugend­ro­ma­nen liest.«

Leigh: »Mei­ne Mei­nung von den Men­schen ist schlecht. Und von den Men­schen zwi­schen 13 und 19 sogar noch schlech­ter. Also: Nein. Da wird nichts draus.«

In klei­ner Run­de bei den Vor­be­rei­tun­gen der Gruppenarbeit:

Sam: »Äh, hier sind vie­le Bei­spie­le drin, wie man ein Sto­ry­board erstellt.«

Nei­sha: »Hast du dich gelangweilt?«

Leigh: »Das heißt, sich Mühe zu geben. Schon­mal davon gehört?«

Nei­sha: »Ja! Ich geb mir Mühe mit mei­nen Out­fits. Und zwar jeden Tag. Kann nicht jeder von sich behaupten.«

Leigh: »Es ist mir zuwi­der, wenn man ›Jeder‹ sagt und nicht meint.«

Sam: »Ich kanns auch nicht leiden.«

Nei­sha: »Du kannst nicht ihrer Mei­nung sein. Ich hab gehört, wie sie dei­ne Band ›unkrea­tiv‹ nannte.«

Leigh: »Ich mein­te es nur, weil sie … es … sind.«

Sam: »Wow. Das hat wirk­lich gesessen.«

Nye­la: »Wie­so reden wir nicht über unse­re Ideen für den Film?«

Nei­sha: »Also ich fin­de, Teen­ager zu sein, bedeu­tet, auf Fotos gut aus­zu­se­hen und dann muss man sie pos­ten. Natür­lich im Netz. Dann war­tet man dar­auf, dass Leu­te sie liken und sagen, man sieht gut aus.«

Leigh: »Ich hab schon Tief­sin­ni­ge­res gehört.«

Sam: »Ich würd gern was über Fami­li­en machen.«

Nye­la nickt.

Leigh: »Nein. Der Film soll­te eine Doku­men­ta­ti­on sein. Eine, die dar­stellt, wie Jugend­li­che wirk­lich sind.«

Nei­sha: »Und wie genau sind sie? Sag schon.«

Leigh: »Selbst­be­zo­gen? Unin­tel­li­gent? Trivial?«

Sam: »Das ist eine sehr … dif­fe­ren­zier­te Haltung.«

Leigh: »Sie ist ehr­lich gemeint. Und ich kann sie beweisen.«

Nye­la: »Wie­so kon­zen­trie­ren wir uns nicht auf etwas, das uns allen gefällt?«

Leigh: »Wir haben nichts gemeinsam.«

Nye­la: »Haben wir wohl. Wir alle mögen … Pizza!«

Nei­sha: »Ich ess nur glutenfrei!«

Leigh: »Und ich frit­tier­tes Hähnchen.«

Sam: »Und ich glau­be, Toma­ten machen uns zu Zombies.«

Nach Betrach­tung eines gedreh­ten Fil­mes für die Gruppenarbeit:

Nei­sha: »Ich fand mei­nen besser.«

Sam: »Inter­es­sant. Weil das sonst nie­mand fand. Aber …«

Nye­la: »Aber? Sag es mir, ich ver­tra­ge Kritik.«

Sam: »Also, Grup­pen von Freun­den, das ist klar, aber wie du sie gefilmt hast … Jugend­li­che sind ein­fach nicht so fröhlich.«

Nye­la: »Nein, aber es wär viel­leicht möglich.«

Leigh: »Manch­mal habe ich das Gefühl, du bist von ’nem ande­ren Stern. Ist … nicht negativ.«

Spä­ter erklärt Leigh sich noch Lenny:

Leigh: »Ich woll­te dir nicht weh tun.«

Len­ny: »Du Glück­li­che. Dann liegt es dir ein­fach im Blut. (Pau­se) Ich bin gera­de ziem­lich beschäf­tigt hier.«

Leigh: »Ich hab mich geirrt. Ich dach­te, du bist tri­vi­al. Und ich-bezogen.«

Len­ny: »Das ist ’ne suuu­per Entschuldigung.«

Leigh: »Mei­ne Schu­le war voll von sol­chen Spin­nern. Ehr­lich. Also, ähm, hab ich mich abge­schot­tet. Ich hab mich geirrt. Du bist nicht wie die­se Spin­ner. Also, ähm, die Mau­ern, die ich hoch­ge­zo­gen hab, sind etwas … nied­ri­ger geworden.«

Das Fazit am Ende der zwei­ten Folge:

Leigh: »Was hast du noch Ekli­ges gesagt? Eine kom­pli­zier­te, jedoch glück­li­che Cli­que? Die es nur in Büchern gibt? Ja! Ich kanns ja mal versuchen.«

Nye­la (Off): »Wir küm­mern uns um ein­an­der. Und las­sen gele­gent­lich sogar unse­re Mas­ken fal­len. Bei den rich­ti­gen Leu­ten müs­sen wir uns nicht ver­bie­gen. Wir kön­nen wir selbst sein. Oder … wenigs­tens kön­nen wir ver­su­chen, her­aus­zu­fin­den, wer wir sein wollen.«

Fol­ge 4 – »Durch­ge­fal­len«

In der vier­ten Fol­ge wird geht es viel um Leigh. Es beginnt gleich mit einer Sze­ne am Smoothie-Stand:

Leigh: »Zum zehn­ten Mal, Len­ny: Was wills du?«

Len­ny: »Kommt drauf an, was du am liebs­ten magst.«

Leigh: »Nichts davon. Es ist mein Job.«

Len­ny: »Du arbei­test zu hart.«

Leigh: »Willst du etwa, dass ich gefeu­ert werde?«

Len­ny: »Nein! Ich will nicht, dass du gefeu­ert wirst. Ich mach doch bloß Kon­ver­sa­ti­on. Was liest du denn da?«

Leigh: »Das heißt Small Talk. Ein Mordmotiv.«

Len­ny (lacht): »Das ist wirk­lich witzig.«

Leigh (ernst): »Das ist kein Scherz.«

Len­ny: »Oh. Ach so. Okay, Tschul­di­gung. Kein Small Talk mehr. Ich … neh­me einen Man­go-Smoot­hie, bitte.«

(Stil­le)

Len­ny: »Gib es zu, gar nicht zu reden, ist auch komisch.«

Leigh: »Nnnn­ein. Das kann ich nicht bestätigen.«

Len­ny: »Dann gib wenigs­tens zu, dass du nicht gene­rell etwas gegen reden hast. Es ist nur, weil du arbeitest.«

Leigh: »Tja, pri­mär, weil ich arbeite.«

Len­ny: »Wenn die Umstän­de ande­re wären, wür­dest du mit mir reden? Etwa im Kino?«

Leigh: »Leu­te, die im Kino reden, sind schlim­mer als Grund­stücks­mak­ler und Berufsclowns.«

Len­ny: »Na gut. Und wie wäre ein Kino­be­such, ohne dass wir quatschen?«

Leigh: »Okay, na gut. Jetzt bezahl und geh wei­ter. Die Leu­te warten.«

Nei­sha (die nächs­te Kun­din): »Wow! Du hast als ers­te von uns ein Date. Da stimmt etwas nicht. Und jetzt hät­te ich ger­ne einen Skin­ny Chai (undeut­lich).«

Leigh: »Es ist kein Date, ich … hab mich nicht ver­ab­re­det. Das hät­te ich bemerkt.«

Nei­sha: »Also nur du und Len­ny, rich­tig? Ihr geht zusam­men ins Kino. An einem Frei­tag­abend. Es ist ein Date!«

Letzt­lich sagt sie das Date etwas spä­ter dann auch wie­der ab:

Leigh: »Ich bin nicht … so ein Mädchen.«

Len­ny: »Wie denn?«

Leigh: »So eine, die ein Date am Frei­tag­abend macht.«

Len­ny: »Was machst du denn freitagsabends?«

Leigh: »Ich les ein Buch. Schot­te mich ab. Ist ziem­lich toll. (Pau­se) Ich will kei­ne Veränderung.«

Etwas spä­ter gibt es Unstim­mig­kei­ten, die die Schwie­rig­keit der Freund­schaft­bin­dung zeigen:

Nye­la: »Ich will das eigent­lich nicht.«

Leigh: »Was denn?«

Nye­la: »Hilfst du mir bei mei­nem Referat?«

Leigh: »Gehts noch?«

Nye­la: »Aber du hast ein sehr gut, du bist im Grun­de ein Genie.«

Leigh: »Wenn ich eins wäre, wür­de das hier nicht passieren.«

Nye­la: »Ist das so schlimm? Ich woll­te doch bloß … ein paar Ideen besprechen.«

Leigh: »War­um wol­len bloß immer alle über alles reden?«

Nye­la: »War­um willst du nie über etwas reden? Das kapier ich nicht.«

Leigh: »Ich has­se es, wenn Leu­te blö­de Sachen sagen und ich mag kei­ne Enttäuschungen.«

Nye­la: »Du fin­dest, ich bin blöd?«

Leigh: »Das habe ich nicht gesagt.«

Nye­la: »Okay, aber … ich fühl mich ange­spro­chen. Und du hast ver­mut­lich Recht. Ich hab mein Refe­rat ver­mas­selt. Ich weiß nicht, wie ich es bes­ser machen soll. Also soll­tes­zt du mir hel­fen und mir sagen, dass alles gut wird.«

Leigh: »Soll­te ich? Ich hab mich immer so gezeigt, wie ich bin. Ich hab mich nie verstellt.«

Nye­la: »Du hast mir vor­ge­täuscht, mei­ne Freun­din zu sein.«

Leigh: »Nein! Die Freund­schaft ist echt.«

Nye­la: »Ach ja? Aber Freun­de ver­hal­ten sich nicht so.«

Nach­dem Leigh nach Len­nys Ständ­chen in der Kan­ti­ne wort­los gegan­gen ist, ver­sucht sie sich ihm zu erklären:

Leigh: »Was du in der Kan­ti­ne gemacht hast, war … der … der … abso­lu­te Hor­ror. Aber … es war … mutig von dir. Und … (sie ringt nach Wor­ten) emo­tio­nal und ehr­lich. Und davor hab ich Angst. Gene­rell machst du mir Angst.«

Len­ny: »Das tut mir Leid.«

Leigh: »Nein, nein. Es, äh … Ich finds gar nicht so … schrecklich.«

Len­ny: »Also … b… bist du interessiert?«

Leigh: »Nein! Ich will kein Date, ehr­lich gesagt. Aber … wenn du willst, kön­nen wir mal … abhän­gen. Irgend­wann. Es … es … kann auch Frei­tag­abend sein.«

Len­ny: »Die­sen Freitagabend?«

Leigh: »Über­treibs nicht.«

Fol­ge 5 – »Die Präsentation«

Leigh bekommt auf­grund des anste­hen­den Date Rat­schlä­ge von Nye­las Mit­be­woh­ne­rin. Zu allem Übel möch­te sie Leigh auch noch umsty­len, wor­auf Leigh mit gar nicht glück­lich reagiert.

Mit­be­woh­ne­rin: »Denk an all die roman­ti­schen Komödien!«

Leigh: »Die kann ich mir nicht anse­hen. Ich habe einen ziem­lich stark … aus­ge­präg­ten Würgreflex.«

😂

Wegen des Titel­songs werd ich defi­ni­tiv das ZDF noch anschrei­ben. Das möch­te ich noch wis­sen, von wem der ist. Ich mag den 😊 Bei mei­ner Suche u.a. nach Text­bruch­stü­cken im Netz wur­de ich jedoch bis­her nicht fündig.

5 Kommentare

  1. Aaaal­so der Song heißt wohl »Electric Friends«, ist von Ilan Esh­ke­ri (mit Andy Bur­rows) und wur­de gesun­gen von Oli­via Sebas­tia­nel­li…(https://twitter.com/ilaneshkeri/status/1096394710250332162)
    …aber den Song scheint es ansons­ten nicht als Sin­gle oder so zu geben.
    Weiß daher nicht, ob dir das weiterhilft. ^^

    • @ Jour­ney:

      Wow, dan­ke, das sind ja schon­mal deut­lich mehr Infos als ich bis­her hatte 👍

      Ich habe soeben Ilan Esh­ke­ri eine E‑Mail geschrie­ben, ob es eine Mög­lich­keit gibt, an den Song zu kommen.

    • Heu­te habe ich eine Ant­wort von Ilan erhalten 😕

      I’m afraid it was never released out­side of the seri­es which is a shame. If enough peop­le ask loud­ly enough on twit­ter and Insta­gram, that is likely to c con­vin­ce the tv com­pa­ny to rea­li­se it and I would love that as I’m sure Andy would too. 

      In any case thank you for your email and for enjoy­ing our music,
      Ilan 

  2. Hmm…nicht gut für den Song, aber den­noch eine sehr lie­be Ant­wort von Ilan! Schrei also mal laut auf Twit­ter danach… : )

    • @ Jour­ney:

      Dar­an ist mir mitt­ler­wei­le die Lust ver­gan­gen. Ich hab letz­tens zwei­mal ver­sucht, mich zu regis­trie­ren, doch wur­de ich nach kur­zer zeit dazu auf­ge­for­dert, wegen abge­b­lich ver­däch­ti­ger Akti­vi­tä­ten aus Sicher­heits­grün­den mei­ne Regis­trie­rung mit der Anga­be einer Tele­fon­num­mer zu bestätigen.

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