Schokokäse

Schluss mit dem Käse – jetzt gibts Schokolade!

Die Heil­prak­ti­ke­rin

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Nun ist es bereits andert­halb Wochen her, als ich mei­nen Ter­min bei der Heil­prak­ti­ke­rin hat­te. Heu­te möch­te ich nun end­lich davon berich­ten 🙂 Sie hat mich bei unse­rem Tele­fo­nat gebe­ten, eini­ge Sachen auf­zu­schrei­ben. Etwa, wel­che Krank­hei­ten ich frü­her hat­te, gegen was ich geimpft wur­de, was ich und mei­ne Fami­lie Schlim­mes erlebt haben, ob es auch ande­re Depres­si­ons­fäl­le in der Fami­lie gibt etc.

Der Ter­min

Lan­ge Zeit fand sich in mei­ner Bio­gra­fie nichts wirk­lich psy­chisch Beein­träch­ti­gen­des. Bis ich dann auf das The­ma Mob­bing in der Schul­zeit zu spre­chen kam, das wir dann auch näher bespra­chen. Wobei aber auch das Ver­hält­nis zu mei­nen Eltern nicht das innigs­te ist. 

Und so behan­del­ten wir auch das Ver­hält­nis zu den Eltern als ers­tes. Hier­zu durf­te ich mei­ne emo­tio­na­le Kon­stel­la­ti­on in drei Jen­ga-Holz­klötz­chen dar­stel­len. Die­se haben wir dann bespro­chen und die Wün­sche sowie Ärger­nis­se gegen­über mei­nen Eltern habe ich den Stell­ver­tre­tern gegen­über ausgesprochen.

Spä­ter sind wir dann die Bach­blü­ten-The­ra­pie durch­ge­gan­gen. Wel­che Pro­ble­me ich habe, um dann das pas­sen­de Mit­tel zu berücksichtigen.

Num­mer eins (3 Glo­bu­li in 1 Glas Was­ser, 4–6 Schlu­cke, täg­lich) mit:

  • Cen­tau­ry (Gut­mü­tig­keit, schlech­ter Nein-Sager)
  • Ches­t­nut Bud (schlech­te Lern- und Auf­nah­me­fä­hig­keit, immer mit den glei­chen Schwie­rig­kei­ten zu kämp­fen, unauf­merk­sam und zerstreut)
  • Elm (erschöpft, ohne Mut und Hoffnung)
  • Honey­suck­le (in Gedan­ken meist in der Vergangenheit)
  • Larch (Min­der­wer­tig­keits­kom­ple­xe, schüch­tern, zag­haft und passiv)
  • Mus­tard (Schwer­mut, Verzweiflung)
  • Star of Beth­le­hem (depri­mie­ren­de Lebens­be­din­gun­gen, unglück­lich und trau­rig, sich ver­letzt und wie gelähmt füh­len, Liebeskummer)
  • Wild Rose (inner­li­che Resi­gna­ti­on, obwohl die Lebens­um­stän­de nicht so hoff­nungs­los erschei­nen, teil­nahms­los, lustlos)
  • Wil­low (von Menschen/​Leben ent­täuscht bzw. unge­recht behandelt)

Num­mer 2 (1 Glo­bu­li, pur, wöchentlich):
für die Konstitution

Die Gedan­ken

Der nächs­te Ter­min ist Anfang nächs­ten Monat. Mal sehen, ob bzw. was sich bis dahin tut. Ins­ge­samt sehe ich das doch eher skep­tisch, da es zwi­schen­durch immer mal wie­der Momen­te gab, die ich zu sehr esoterisch-»abgehoben« fand. Denn sie letz­te zwi­schen­durch auch immer mal wie­der ein, zwei Fin­ger jeder Hand auf mich und ein Elter, nach­dem wir über mei­ne Bezie­hung zu die­sem bespro­chen haben, und mein­te dann zum Bei­spiel, es gäbe Span­nun­gen, sie wür­de Schwin­gun­gen spü­ren … Ich war dann ich ganz froh, dass wir die Bach­blü­ten-Mischung zusam­men aus der Über­sicht in einem Buch erar­bei­tet haben – anstatt Kar­ten zu zie­hen, wie sie es zuerst vorhatte.

9 Kommentare

  1. Dir ist aber schon bewusst das jemand der nicht dran glaubt nicht geheilt wird? ^^

  2. Doch das klappt schon. Aber dran glau­ben hilft zusätz­lich. Manch­mal ist der Glau­be sogar bes­ser als das Medi­ka­ment. (Sie­he Asth­ma­sprays – eigent­lich sind die Sprü­her nur Placebos)

  3. @ Aya:
    Ja, die­ser Gedan­ke kam mir auch in den Sinn. Aber ich sehe es eben nur skep­tisch, da ich – wie Sci­ence-guy es auch schon schrieb – hof­fe, dass da doch irgend­wie was dran ist.

  4. Auf jeden Fall bringt das was. Die Frau kennt natür­li­che Zuta­ten, die einen emo­tio­nal in die rich­ti­ge Rich­tung len­ken. Ein paar Gesprä­che. Ein biß­chen Ana­ly­se, ein Schuss Men­schen­kennt­nis, je nach Heil­prak­ti­ker ein Hauch Eso­te­rik und du glaubst von selbst auch an nen Erfolg. 

    Die Grund­kennt­nis­se der Hei­prak­ti­ke­rin hel­fen für den Anfang und den Rest hilfst du dir selbst, indem du an Erfolg glaubst. Die Medi­zin ist da, aber rich­tig stark machst du sie…

  5. Da ich dem selbst eher arg skep­tisch gegen­über ste­he, bin ich bei mei­ner Depri-Pha­se gleich zu einer Psy­cho­lo­gin gegangen…
    Die wöchent­li­che Gesprächs­the­ra­pie hat mir rela­tiv schnell gehol­fen. Zwar haben gro­ße Sprün­ge auch etwas auf sich war­ten las­sen, aber eins nach dem andren. 

    Und wie schon gesagt wur­de. Du musst dei­ne Skep­sis ad acta legen. Sonst bringt das alles NICHTS!!!!!!!!!! DAS soll­test du mit der Frau auch anspre­chen! Du musst dich da voll­kom­men fal­len las­sen. Sobald du es kri­tisch siehst, funzt das nicht.

    • @ Brum­mel­Brot:

      Ach, du hast da sel­ber schon kon­kre­te Erfah­run­gen gemacht? Hab ich so gar nicht (mehr?) in Erin­ne­rung. Naja, wie so vieles …

      Die Heil­prak­ti­ker-Ter­mi­ne habe ich auch nur als Über­gangs­lö­sung, bis ich einen The­ra­pie­ter­min bekom­me, da eine rich­ti­ge The­ra­pie auf jeden Fall nötig ist. Und so kam es, dass ich mich eben zuerstmal um den Heil­prak­ti­ker bemüht habe.

      Der Anstoß dazu kam durch die nega­ti­ve Kri­tik bzgl. Anti­de­pres­si­va – du bist also Schuld 😛

      »ad acta legen« ist gut. Nur bei Gefüh­len und Gedan­ken nicht so auf Knopf­druck mög­lich. Die Heil­prak­ti­ke­rin mein­te aber auch nach eini­ger Zeit, dass ich mich mitt­ler­wei­le schon etwas mehr geöff­net hät­te. Anschei­nend blieb ihr mei­ne Zurück­hal­tung nicht ver­bor­gen. Womög­lich hat sie auch des­halb aufs Kar­ten­le­gen ver­zich­tet, um mich nicht kom­plett zu verjagen 😉

  6. Du musst dir ein­fach fol­gen­den Grund­satz mer­ken: Alles im Leben hat ein wenig Hokus­po­kus nötig damit es wirkt. 

    Ein Zau­be­rer muss dich mit Show ein wenig ablen­ken, damit es wirkt. Die Heil­prak­ti­ke­rin ver­schreibt dir eini­ge wohl­tu­en­de Mit­tel­chen, die im Gro­ben hel­fen. Sie lösen das Pro­blem nicht, aber sie hel­fen dir an die Show zu glau­ben. Und wie durch ein Wun­der wirkt das Zeug tatsächlich.

    Ob das jetzt ein­fach nur dein Glau­be bewirkt hat oder nicht ist doch egal solan­ge es wirkt, fin­dest du nicht auch?

    Ich wer­de spä­ter in mei­nem Beruf auch viel auf die­se Art und Wei­se arbei­ten. Man lernt im Infor­ma­tik­stu­di­um vie­le klei­ne Tricks und Knif­fe. Man muss sie hin­ter­her sel­ber als Big Bui­siness verkaufen.

    Ges­tern hab ich für mei­nen Dad eine Home­page repa­riert. Aufwand:
    1 Stun­de Auf­bau und SQL Daten­bank ana­ly­sie­ren und 30 Min an einem SQL Pro­gramm­be­fehl bas­teln, der mir 600 Zei­len kor­ri­giert. Wenn mein Vater davon Ahnung hät­te. hät­te er wohl jede Zei­le ein­zeln ver­bes­sern müs­sen. Da ich ihm das vor­her auch so gesagt hab, in ich für ihn jetzt qua­si Neos Bru­der… xD

    Wie schon gesagt: Solan­ge es wirkt, ist es doch egal ob es zum Teil Illu­si­on ist oder nicht.

    • @ Sci­ence-guy:
      Ein schlech­ter Ver­gleich. Beim Zau­be­rer sehe ich ja direkt, dass der Hokus­po­kus etwas bewirkt. Und letzt­lich ist es ja nicht die Show, son­dern phy­si­ka­lisch erklär­ba­re Tricks, die zu dem Ergeb­nis füh­ren. Zum einen funk­tio­niert die Show auch, wenn man nicht dran glaubt. Und selbst, wenn man die Tricks kennt, die Ergeb­nis­se kom­men trotz­dem. Das ist bei den Heil­prak­ti­ken lei­der alles nicht gegeben.

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