Schokokäse

Schluss mit dem Käse – jetzt gibts Schokolade!

Ich (48): Wie gesprä­chig bin ich eigentlich?

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In der letz­ten Fol­ge ging es um mein Kuschel­be­dürf­nis. Dabei bin ich es, der guten Kon­tak­ten auch sel­ber im Wege steht. Denn eine funk­tio­nie­ren­de Kom­mu­ni­ka­ti­on, ein guter Aus­tausch sind gute Vor­aus­set­zun­gen für eine emo­tio­na­le Nähe, um die­se kör­per­lich bes­ser umset­zen und spü­ren zu können.

Tele­fo­ni­tis

Zumal ich ja eigent­lich auch ger­ne tele­fo­nie­re. Aber in der letz­ten Zeit ists dabei auch mit mei­ner Schwes­ter ziem­lich ruhig gewor­den. Wor­über soll ich mich auch groß unter­hal­ten? Ich erle­be kaum etwas außer­halb des All­tags­trotts. Und das, was mich gedank­lich bewegt, sind immer die­sel­ben Themen. 

Es ist zwar nicht ver­kehrt, sich dar­über zu unter­hal­ten, aber so recht die gro­ße Lust dar­an habe ich auch nicht. Denn ich weiß mitt­ler­wei­le, dass das „Durch­kau­en“ mei­ner Pro­ble­me nur mit pro­fes­sio­nel­ler Hil­fe etwas bringt. Ansons­ten renn ich da gedank­lich immer im Kreis. Hin­zu kommt dann noch, dass das für man­chen auch nichts Neu­es mehr ist. Ent­we­der weil man es schon­mal bespro­chen hat oder weil dem ande­ren mein Blog bekannt ist.

Rea­le Gespräche

Es fällt mir schon im Nor­mal­fall nicht leicht, mit ande­ren ins Gespräch zu kom­men. Small Talk liegt mir über­haupt nicht. Und so wird es auch im Bekann­ten­kreis schwie­ri­ger, je weni­ger inten­siv der Kon­takt ist – und auch, je grö­ßer die Run­de wird. Denn dann wer­den doch eher unper­sön­li­che Aller­welts­the­men ange­spro­chen. Oder man erzählt Anek­do­ten, was man letz­tens so erlebt hat. Wit­zi­ges, Ner­vi­ges, Ärger­li­ches, … in mei­nem Fall also nichts Erwähnenswertes.

Und ich mer­ke, dass das momen­tan noch schwie­ri­ger ist, weil ich in der letz­ten Zeit kein guter Zuhö­rer mehr bin, son­dern dann in Gedan­ken wie­der in mei­nen Pro­ble­men umher­schwei­fe. Und zum Bei­spiel auf einer Geburts­tags­fei­er nei­disch bin, wie vie­le gekom­men sind. Der Gast­ge­ber fand das Nicht­er­schei­nens eines Gas­tes scha­de. Aber es waren immer­hin knapp zwan­zig da. Also knapp zwan­zig Mal so viel wie zu mei­ner Feier 😐

Wie soll es weitergehen?

So gern ich auch mehr reden möch­te, es fehlt mir der Gesprächs­stoff. Und das ist ins­be­son­de­re am Tele­fon ein Pro­blem. Bei rea­len Tref­fen kann man immer noch ande­res machen. Lei­der schau­ts aber mit guten Kon­tak­ten in der Nähe ziem­lich mau aus. Aber zum Glück nicht völ­lig inexis­tent. Wie gut das tut, habe ich letz­tens erfah­ren dür­fen. Da bin ich end­lich wie­der ein­mal nach lan­ger Absti­nenz in den Genuss von Nähe gekom­men. Und ich hof­fe doch, Aya hats auch gefallen.

16 Kommentare

  1. Und das graue Haar XD
    Viel­leicht soll­te ich mei­nen Sky­pe Namen mal Publik machen?

  2. War­um hast du kei­ne The­men? Viel­leicht kannst du gene­rell irgend­was ändern… All­tags­trott. Was wür­dest du ger­ne anders machen? Wenn du neue Inter­es­sen ent­deckst, oder wahr­neh­men kannst und die­se ver­folgst, dann fin­dest du auch von ganz allei­ne Gesprächsthemen ^^

  3. @ Aya:
    Das graue Haar hat dir gefal­len? Na, du bist aber lieb … Dann freu dich: So nett, wie du zu mir bist, wird das nicht lang bei einem bleiben 😛

    @ Usa­ko:
    Inter­es­sen hab ich eigent­lich mehr als genug. Nur abge­se­hen vom Umwelt­schutz eher weni­ger mit ande­ren. Hin­zu kommt das Moti­va­ti­ons­pro­blem, um das ich mich noch küm­mern muss.

  4. Viel­leicht soll­te ich mal zu dir kom­men und dei­ne Haa­re fär­ben? Mal ne ganz ande­re Far­be? o.o

    • @ Aya:

      Grau? Oder gleich weiß? XD

      Ach so, und Sky­pe geht für dich in Ord­nung? Aber was soll­te Sky­pe mir der­zeit brin­gen? Die oben ange­spro­che­nen Pro­ble­me ver­schwin­den davon ja nicht ein­fach. Sofern es kei­ne bes­se­re Alter­na­ti­ve gibt, wäre es jedoch all­ge­mein eine Über­le­gung wert. Bis­her habe ich mich noch nicht näher mit den momen­ta­nen Mög­lich­kei­ten per XMPP beschäftigt.

  5. Mit mei­nem bes­ten Kum­pel konn­te ich immer Infor­ma­tio­nen schweigen.

    Also Gesprä­che haben eigent­lich immer nur aus »hmm« – »mhmm« usw. bestan­den und trotz­dem haben wir irgend­wie infos auge­tauscht xD

    Heu­te hab ich nen Stu­di­en­kol­le­gen besucht, der hat­te auch noch nen wei­te­ren Freund mit­ge­bracht und wir haben ganz zwang­los über Mädels, WII, Ani­me, schrä­ge Jobs usw. unterhalten.

    Die The­men erge­ben sich zum Glück meis­tens selber.

    • @ Sci­ence-guy:

      Oh, das gibts wirk­lich im Ernst? Ich dach­te, das sei eine Legen­de. Die Mh-Kom­mu­ni­ka­ti­on kann für mich kein Gespräch erset­zen. Aber für Fäl­le, in denen man sich nicht bzw. nicht nur über Spra­che aus­tau­schen kann, emp­fin­de ich eine kör­per­li­che Nähe auch emo­tio­nal als eine inten­si­ve posi­ti­ve Form der Anteil­nah­me, wie es Spra­che nur beschränkt zum Aus­druck brin­gen kann.

      Schön, wenn sich die The­men bei dir von selbst erge­ben. Ich bin in Grup­pen (ich wür­de mal sagen, grö­ßer als drei inkl. mir) so gut wie immer »stil­ler Teilhaber«.

  6. Hm, das »sich gedank­lich im Kreis dre­hen« scheint mir eher der Nor­mal­fall zu sein. Kuck bei Spin im Forum. Oder sonst­wo. Natür­lich wie­der­ho­len sich die meis­ten Dinge.

    Fängt schon damit an: wir wer­den gebo­ren, leben ein Weil­chen und ster­ben dann. Klingt bekannt? Trotz­dem (oder des­we­gen) fin­de ich das Leben ziem­lich inter­es­sant. Vie­le ech­te Gesprächs­part­ner habe ich auch nicht immer. Und Small-Talk? Geh‹ furt!

    Das größ­te Pro­blem scheint mir das »im feh­len­den Gesprächs­stoff« ein Pro­blem zu sehen. Genau des­halb gibt es ja (vor­wie­gend) Small­talk! Weil es nicht so viel Neu­es gibt. All­täg­li­che Din­ge die durch­aus aus 1.000 ver­schie­de­nen Posi­tio­nen betrach­tet wer­den kön­nen. Inter­es­sant ist immer – etwas ganz ande­res tun. Klingt leicht, ist oft ver­dammt schwer. Was inter­es­siert Dich *nicht*? Lies‹ dar­über was oder schau‹ bei Wiki­pe­dia. Gedan­ken­spiel – war­um sehen die »Ande­ren« das so? Wo die eige­nen Mei­nung doch eine ganz ande­re ist?

    Oft wird dann klar: die »Ande­ren« haben sich ledig­lich auch ein bestimm­tes Mus­ter zuge­legt um mit dem Leben zurechtzukommen.

    Es gibt vie­le, ach was, sehr vie­le unter­schied­li­che Mus­ter. Die zu fin­den ist schon recht inter­es­sant. Lenkt ab. Was ler­nen kann man oben­drein auch noch 😉

    Grü­ße

  7. Ich meis­tens auch. Aber es fin­det sich schnell Stoff wo man auch aktiv mit­wir­ken kann.

    Dafür braucht man zwar natür­lich ein wenig All­ge­mein­wis­sen, aber da du offen­sicht­lich genau wie ich mit­ver­folgst was so in der Welt pas­siert, haben wir bei­de in dem Punkt ja kei­nen Man­gel, nicht wahr? ^^

  8. @ Sci­ence-guy:
    Genau, das ist nicht wahr. Ich hab schon seit län­ge­rer Zeit nicht so die Zeit bzw. Ruhe für Nach­rich­ten, auch wenn ich ver­su­che, die Tages­schau oder spä­ter eine ande­re Nach­rich­ten­sen­dung im Ers­ten oder Zwei­ten zu schau­en. Ins­ge­samt schau­ts aber arg mau aus. Und selbst wenn: Die Nach­rich­ten sind The­men, die mich inter­es­sens­mä­ßig wenig anspre­chen, wes­halb ich dann auch small­talk­mä­ßig nichts bei­tra­gen kann, weil ich die­se Sachen zwar zur Kennt­nis neh­me, aber mir nicht wei­ter groß Gedan­ken dar­um mache. Dafür schwirrt mir so schon viel zu viel im Kopf her­um. Daher bin ich, abge­se­hen von viel­leicht zwei, drei Sät­zen, nur Zuhörer.

  9. small talk ist enorm wich­tig, das habe ich vor jah­ren mal in einem buch über kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me gele­sen. und ich habe dann auch fest­ge­stellt, dass man nur durch small talk über­haupt ins gespräch kommt… lei­der habe ich es nach wie vor nicht so damit, und wenn ich mit jeman­dem über das wet­ter reden muss um ein ges­pärch anzu­fan­gen oder auf­recht zu hal­ten, fin­de ich das immer total beknackt. den­noch, ande­res geht es meist nicht. selbst bei guten freun­den muss es manch­mal bana­ler small talk sein. 

    dein »chro­nisch unterkuschelt«-bär ist übri­gens herzallerliebst!

  10. @ wael­ti:

    Ent­schul­di­ge, dass ich dei­nen Kom­men­tar erst so spät frei­ge­schal­tet habe, habe ihn lei­der nicht eher bemerkt.

    Dass sich gewis­se »gro­ße« The­men im Leben wie­der­ho­len, ist klar. Auch wenn es nicht das Leben an sich ist. Geburt, Leben und Tod erle­be ich für mich nur ein­mal 😀 Nicht gesund ist es jedoch, gedank­lich qua­si dau­ernd in ein und den­sel­ben ein, zwei Frust­the­men her­um­zu­ei­ern. Dadurch kann ich mein Leben nicht mehr genießen.

    Und mich jetzt auch noch in wei­te­re The­men ein­zu­ar­bei­ten, wo ich schon so nicht weiß, wohin mit all dem Zeugs in der weni­gen Zeit. Zumal ich auch nicht den Kopf frei hab, um mich um The­men zu küm­mern, die mich nicht inter­es­sie­ren. Mal abge­se­hen davon, dass ich den Sinn dahin­ter der­zeit auch nicht verstehe.

    @ clau­dy:

    Dan­ke 🙂

    Mh, gut mög­lich. Das ist dann wohl auch der Grund, wes­halb ich meist stil­ler Zuhö­rer bin. Und nur aktiv wer­de, wenn man zu zweit oder dritt ist und ich ein gewis­ses Ver­trau­en habe (und das fällt mir bei Etwa-Gleich­alt­ri­gen ein­fa­cher), um auch über sehr per­sön­li­che Din­ge zu sprechen.

    Mei­ne Groß­el­tern mag ich auch nur besu­chen, wenn mei­ne Eltern auch da sind. Ansons­ten wür­de mein Schwei­gen, so als ein­zi­ger Besu­cher, recht pein­lich sein.

  11. Nun, Geburt und Tod sind kei­ne »Frust­the­men«.
    Das »Ist« lediglich.

    Da nie­mand das ändern kann bleibt nun alle Zeit um sich auf das »dazwi­schen« zu kon­zen­trie­ren. Das ist alles.

    Zum »Sinn« von Din­gen, die Dich nicht interessieren…

    Ich den­ke Du bist etwas jün­ger als ich.
    Fra­ge: Kennst Du bereits Alles, was Dich inter­es­siert oder inter­es­sie­ren könnte? 

    Wenn ja: Dann ist das herumeeiern… 

    Wenn nein: dann sind in Zukunft The­men inter­es­sant die Dich in die­sem Moment noch nicht interessieren.

    Bedeu­tet – Neu­es probieren.

    • @ Wael­ti:
      Ich den­ke, das sinn­volls­te ist der­zeit eine Gesprächs­the­ra­pie, wor­um ich mich ab Anfang nächs­ten Monat küm­mern wer­de. Denn ohne einen halb­wegs frei­en Kopf kann ich mich weder inter­es­san­ten Din­gen wid­men noch die­se in gesel­li­ger Run­de einbringen.

  12. @Schokokäse
    Hm, wis­sen ob dies das sinn­volls­te ist kann ich nicht. Ver­mut­lich kein Feh­ler. Akti­vi­tät vor­aus­ge­setzt, was sich durch den Teil »wor­um ich mich ab Anfang nächs­ten Monat küm­mern wer­den« ja erle­digt hat. Das *ist* aktiv.

    Dies hier, auf Dei­nem Blog, sind ja auch klei­ne Gespräche.
    Auch hier wer­den die Mei­nun­gen der Betei­lig­ten nicht immer über­ein­stim­men. Das ist wie im »rich­ti­gen« Leben auch 😉

    Sen­de ich Grü­ße /​ Schö­nen Sonntag.

    • @ Wael­ti:

      Ent­schul­di­ge, wie unhöf­lich von mir. Ein fröh­li­ches Will­kom­men hier bei mir 🙂

      Nein, das ist nicht aktiv, son­dern wird aktiv sein 😉

      Dan­ke, dir auch einen ange­neh­men Sonntag.

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