Schokokäse

Schluss mit dem Käse – jetzt gibts Schokolade!

Mo, 15. Juni 2020
von Schokokäse
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Zahlen (53): Noch einmal 14 sein …

Langsam wage ich auch ab und zu wieder reale Kontakte. So war ich am vergangenen Wochenende das erste Mal seit Corona wieder bei meinen Eltern.

Bei mir zuhause habe ich beim Stöbern in CDs insbesondere eine Großzahl von Compilations von früher vermisst. Die hab ich dann tatsächlich bei meinen Eltern endlich wiedergefunden. Die hatten sie ebenso wie einige andere Sachen von mir auf dem Dachboden weggepackt. Wir hatten bereits am Wochenende in die Bravo-Hits 24 von 1999 reingehört und ich hab mir alle CDs mitgenommen.

Vorhin hab ich dann „Megahits 98 – Die Zweite“ eingelegt. Hach, das war noch Musik. Nicht so diese seltsamen und allgegenwärtigen künstlichen Musikeffekte wie Auto-Tune und Cloud-Rap 🙄

Aktuell höre ich viel Musik von früher. Wohl, weil ich auch an der Zeit hänge und sie geren (zumindest etwas) zurückdrehen würde, um manches anders zu machen und mal mehr Erfahrungen zu sammeln, bevor ich so alt bin wie heute … Ich weiß, nicht unbedingt die psychisch sinnvollste Art, sich gedanklich mit seinem Leben zu beschäftigen.

4 The Cause – Stand By Me:

Lighthouse Family – High:

Blümchen – Blaue Augen:

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So, 14. Juni 2020
von Schokokäse
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Stöckchen (52): Corona-Fragebogen

Journey hat mir ein Stöckchen zugeworfen 😀

Heute Abend komm ich endlich dazu, diesen zu beantworten.

Auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 10 (komplett): Wie hat sich Ihr Leben durch die Corona-Pandemie verändert?

2.

Ursprünglich hatte ich zu Beginn der Vorsichtsmaßnahmen eine stärkere psychische Beeinträchtigung befürchtet. Ich dachte, es würde mich spürbar runterziehen. Zwar war mir von Anfang an bewusst, dass sich in der Praxis nicht viel ändern wird. Aber allein das Wissen, dass das von außen bestimmt ist und zum Beispiel ein schöner Spieleabend nicht „mal eben“ umsetzbar ist, hat mich schon etwas erschaudern lassen.

Später habe ich mich gefragt, ob das wirklich so ist oder das (mehr oder weniger stark) auch nur ein „Wunsch“ von mir ist, um somit eine Ausrede zu haben, um alltägliche Pflichten ohne großes schlechtes Gewissen vernachlässigen zu „dürfen“.

Seit etwa zwei, drei Wochen denke ich aber, dass insgesamt alles beim Alten ist, auch psychisch. Der einzig spürbare Unterschied ist das regelmäßige Treffen der Naturschutzgruppe, das nur noch online stattfindet.

In diesem Fall ist es ganz gut, dass sich bisher kein regelmäßiger Spieletreff eingebürgert hat. So gibt es keine konkrete (bewusst oder unbewusste) Erwartungshaltung, die nun durch Corona enttäuscht werden kann.

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Mo, 8. Juni 2020
von Schokokäse
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Nur geträumt (2): Es geht heiß her

Wie bereits versprochen möchte ich in Folge 2 nun von meiner ersten größeren Traumerinnerung nach langer Zeit schreiben. Geschehen ist das bereits vor wenigen Monaten. Und ebenso wie in Folge 1 handelte es sich dabei um eine (kleine) „Traumparade“.

Nach einem anstrengenden Tag hatte ich dann ein ganz gutes Schlafpensum abbekommen. Ich hatte mir zwar für den nächsten Tag einen Wecker gestellt, bin jedoch etwa zehn Minuten vorher aufgewacht – perfekt! Ich bin nur einmal nachts wachgeworden. Da wars noch dunkel, ich hab nicht auf die Uhr gesehen und konnte bald wieder einschlafen.

Und dann morgens? Ich dachte nur: Oh, ich kann mich ja noch an zwei verschiedene Traumszenen erinnern! … Oh … warte … da war ja noch eine dritte, an die ich mich tatsächlich auch noch erinnern kann!

Ich bin das dann gleich nach dem Aufwachen in Gedanken laut durchgegangen, um das zu behalten. Bilder hatte ich dann später zwar nicht mehr vor Augen, zumal ich auch allgemein ein schlechtes fotografisches Gedächtnis habe, aber die innerlich erzählten Geschichten weiß ich noch.

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So, 7. Juni 2020
von Schokokäse
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Shopping (29): Antiquarer Lesestoff und geschenkte Leckereien

Gestern kam ein befreundetes Paar mit einem anderen Pärchen „im Gepäck“ vorbei, um sich mein altes Fahrzeug für einen Wochenendausflug auszuleihen. Da ich im Anschluss mit meinem aktuellen Wagen einen Termin in der Werkstatt hatte, musste dies morgens um kurz nach 8 Uhr passieren.

Als Dank erhielt ich einen extreeeemst leckeren Kuchen. Hammer. Super nussig und die dezenten Schokosprenkel im Teig runden das ganze perfekt ab. Dazu haben sie mir aus ihrem Proviant auch noch drei ebenfalls leckere Müsliriegel mitgegeben.

Geschenkter Schokonusskuchen

Auf der Rückfahrt dachte ich, es wäre sinnvoll, mal wieder etwas Bargeld bei der Bank zu holen. Ich zahle aktuell aus Hygienegründen zwar bevorzugt mit Karte, aber manchmal ist Bargeld einfacher oder zwingend nötig. Und da war grad Ebbe im Portmonee.

Auf dem Weg vom Parkplatz zur Bank kam ich an einer großen, geöffneten Garage vorbei. Da hatten sonst vielleicht acht Fahrzeuge Platz. Bisher war mir das nicht aufgefallen, wahrschienlich war das Tor sonst immer geschlossen. Jetzt jedoch standen dort viele Tische und Regale voller Bücher. Auf dem zweiten Blick sah ich, dass sich nebenan ein Antiquariat befindet. Das war mir bisher ebenfalls unbekannt. Eine gute Idee, um die Hygieneregeln wegen Covid-19 durch den gewonnenen Platz einfacher umsetzen zu können.

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Mo, 1. Juni 2020
von Schokokäse
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Guckst du (4): Das brandneue Testament

Herrlich! Ich habe Tränen gelacht. Der Film lief wohl passenderweise in der Vorweihnachtszeit auf Arte, hab den seit 22. Dezember auf der Festplatte vorliegen.

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Ein wirklich extrem skurriler Film. Aber anders als Leslie „Die nackte Kanone“ Nielsen oder Rowan „Mr Bean“ Atkinson nicht klamaukig, sondern auf eine sehr poetische Art und Weise.

Tochter: „Allerdings machen eine porzellanfarbene Haut und dunkles Haar noch keine hammer Frau aus. Denn man braucht noch ein Lachen, das wir kleine Perlen klingt, die eine Marmortreppe hinunterkullern.“

Und dazu kommt dann noch der philosophische Aspekt der Frage, was mache ich mit dem Rest meines Lebens, wenn ich weiß, wie lange ich noch zu leben habe? Da wird dann schonmal der Sinn des Lebens hinterfragt.

Tochter: „Mein Vater hatte einen gewissen Grad an Perfektion erreicht. Seitdem verbrachte er seine Tage damit, neue Gebote zu erfinden. Für universelle Mordsärgernisse.“

Gott: „Auf die Formulierung kommt es an.

Gebot 2127: Der für den Menschen notwendige Schlaf wird um zehn Minuten verlängert.

[...]

Gebot 2126: Das Geschirr zerbricht erst, nachdem es abgewaschen wurde.

Gebot 2218: Die Warteschlange, in der man selbst nicht steht, kommt immer schneller voran als die eigene.

Gebot 2231: Ein Unglück kommt selten allein.“

Na, DAS erklärt endlich mal so einiges in meinem Leben (weitere Gebote im Trailer). Nein, es gibt keinen Murphy, das ist alles Gottes Schuld 🤣

Tochter: „François war eins der zahlreichen Opfer des Gebotes 2502, erschaffen von meinem Vater.“

Gott: „Solltest du dich irgendwann in eine Frau verlieben, sind die Chancen groß, dass du dein Leben nicht mir ihr verbringst. (gehässiges Lachen)“

Da kenn ich auch noch ein Opfer … 😉

Aber wer weiß, vielleicht findet er noch sein Glück? Gottes Gebot ist in der Hinsicht ja nicht absolut, er spricht nur von Chancen.

François zu Aurélie (der hammer Frau): „Entschuldigen Sie. Ich liebe Sie. Zum ersten Mal liebe ich. Ich bin verheiratet und liebe meine Frau nicht, meinen Sohn nicht und meine Eltern hab ich auch noch nie geliebt. Ich liebe nichts und niemanden. Nur Sie. Ich liebe Sie. Und werde Sie immer lieben. Ist nicht schlimm, wenn Sie mich nicht lieben. Dann lebe ich ab heute allein und warte auf den Tod und werde immer an Sie denken.“

Auch andere finden den belgisch-französisch-luxemburgischen Film aus dem Jahr 2015 sehr gelungen, wenn ich mir Wikipedia anschaue:

Die Filmzeitschrift Cinema attestiert dem Film „irrwitzige Ideen […] und surreale Details“ und bezeichnet ihn als „respektlos und originell“. Als „amüsant und skurril“ beschreibt ihn die Süddeutsche Zeitung. Beatrice Behn spricht in ihrer Festivalkritik zu Cannes 2015 auf kino-zeit.de von „Quatsch in allerbester Qualität“ und schreibt, Van Dormael habe sein Werk „mit viel Humor und Monty-Python-Surrealismus“ zu einem „hochgradig erratischen, stets leicht manisch daherkommenden Gesamtkunstwerk“ montiert.