Schokokäse

Schluss mit dem Käse – jetzt gibts Schokolade!

Merk-wür­dig (9): Mary, Max & Schokoladen-Hotdogs

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Was für ein nahr­haf­tes „Früh­stück“. Ich bin zwar schon seit etwa 12 Uhr auf, geges­sen habe ich aber erst jetzt um 15 Uhr – zwei Scho­ko­la­den-Hot­dogs. Okay, kei­ne klas­si­schen Hot­dog-Bröt­chen, aber eine Packung-Rog­gen-Toast­bröt­chen muss eh bald weg 😉 Das ers­te mit einem Rie­gel Zart­bit­ter-Scho­ko­la­de (flach, aber dafür brei­ter) schmeck­te schon lecker, aber das zwei­te mit einem Dop­pel­rie­gel (weil schma­ler, dafür höher) Zart­bit­ter mit Minz­fül­lung war ein­fach mega-mjam 😎

Wie kam es dazu? Das „Rezept“ habe ich aus dem Film „Mary & Max“, den ich letz­te Nacht end­lich gese­hen habe. Die klei­ne Mary aus Aus­tra­li­en schreibt einen Wild­frem­den in New York an, wo denn in USoA die Kin­der her­kom­men. Aus Cola­do­sen? Oder wie in Aus­tra­li­en aus Bier­krü­gen? Bei der Zufalls­wahl im Tele­fon­buch erwischt sie mit Max einen „Aspie“ (das Asper­ger-Syn­drom ist eine Form des Autismus).

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Die Film­tech­nik

Ich mag Stop-Moti­on-Fil­me sehr, kann­te die­se bis­her jedoch eher als komö­di­an­ti­sche Unter­hal­tungs­fil­me. Die­ser Film ist dage­gen so viel anders. Sicher, in tech­ni­scher Hin­sicht ist er genau­so auf­ge­baut und detail­ver­liebt. Aber die Geschich­te ist so rüh­rend, das hat mich schon sehr mitgenommen.

Unter­malt von einem sehr gelun­ge­nen Sound­track ent­wi­ckelt der Film schnell eine sehr ein­neh­men­de Atmo­sphä­re. Die fast nur auf Grau- bzw. Braun­tö­ne beschränk­te Far­big­keit unter­stützt das tris­te Leben der bei­den, durch­bro­chen von ein paar roten Farb­tup­fern hier und dort.

Das Film­erleb­nis

Auch hier habe ich wie­der gemerkt, dass ich nah am Was­ser gebaut bin. Der Kloß im Hals und die feuch­ten Augen kamen recht schnell. Wobei sich die Trä­nen durch Freu­de und Ergrif­fen­heit häu­fig abwech­sel­ten. Zumin­dest anfangs, denn im Lau­fe wird der Film doch eher ernst und trau­rig, was nicht für jeden etwas ist.

Wobei der Film aber auch wei­ter­hin vie­le schö­ne Momen­te ent­hält. Aber gera­de, wem die The­ma­tik bzw. Pro­ble­ma­tik nicht ganz fremd ist, den wird das nicht unbe­rührt las­sen. Und so muss­te ich den Film spä­ter auch anhal­ten, um Taschen­tü­cher zu holen, denn es kamen dann auch Rotz und Was­ser. Und das sogar noch, bevor mein Kinn­zit­tern begann.

Musik und ein Zitat …

Nach­fol­gend die wun­der­vol­le Titel­me­lo­die in kom­plet­ter Län­ge. Den Sound­track (mit Pen­gu­in Cafe Orches­tra, James Last, Nana Mouskou­ri und Bert Kaemp­fert) wer­de ich mir auch noch holen, auch wenns als Import etwas teu­rer ist.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=cRot3UdFTU4&showinfo=0]

Max in sei­nem zwei­ten Brief an Mary:

Sonn­tag­abends macht [mei­ne Nach­ba­rin] mir eine sehr gute Sup­pe. Sie ist fast blind und manch­mal fin­de ich eins ihrer Haa­re in mei­ner Sup­pe. Das sage ich ihr aber nicht. Dr. Bern­hard Hazel­hoff sagt, das wäre unhöf­lich. […] Ich fin­de, sie riecht nach Hus­ten­saft. Und Urin. Das habe ich ihr aber nie ins Gesicht gesagt. Dr. Hazel­hoff mein­te, das wäre näm­lich auch unhöflich.

Leu­te den­ken oft, ich sei takt­los und unhöf­lich. Ich ver­ste­he nicht, wie­so es unge­hö­rig ist, wenn man ehr­lich ist. Viel­leicht ist das der Grund dafür, dass ich kei­ne Freun­de habe. Außer dir natürlich.

Einen ech­ten Freund zu haben, ist eines mei­ner drei Lebens­zie­le. Die ande­ren zwei sind, alle Noblets [Figu­ren einer Fern­seh­se­rie, Anmer­kung von Scho­ko­kä­se] zu besit­zen. Und einen Vor­rat an Scho­ko­la­de für mein gan­zes Leben. Dr. Bern­hard Hazel­hoff meint, es wäre gut, sich Zie­le zu set­zen. Aber … nicht so däm­li­che wie meine.

5 Kommentare

  1. @schoko: ich bin zwar eig gera­de sau­er auf dich,aber ich muss sagen: gott ist der film süss,also die beschrei­bung u dann heisst die eine noch mary 😉 u max ist biss­chen wie du (ehr­lich­keit u schokolade)

    *hach*

    bin eig sauer,aba jetzt auch hin u weg.…..

  2. ich noch­mal: ich bin von dem film EXTREM gerührt!wir müs­sen reden!
    ach schoko.…..

    (es gibt so vie­le gemeinsamkeiten)

    (das bespre­chen wir aba nich im blog)

    😉

    Ps: Ich hof­fe du hast das gedacht,was ich den­ke oder denkst du auch das was ich denke????

    pss: ich will die­sen film sehen!!!wo kann ich ihn sehen?

  3. @ mary-loo:
    Ich bin der Aspie und du suchst Babys in Bier­krü­gen, ja 😉 Ich hof­fe nur, dass es nicht noch viel wei­ter unse­rem Kon­takt ähnelt. Denn man­che Bege­ben­hei­ten sind nicht gera­de schön. Mehr ver­ra­te ich aber nicht. Den Film könn­test du zum Bei­spiel bei mir sehen 🙂

  4. @schoki:

    ja.…nein sage bit­te mal wirk­lich was du gedacht hast,gerne auch per sms.…aber es nimmt ja trotz der albern­hei­ten schon mal die rich­ti­ge rich­tung an.…

    ich sags mal ganz offen: (ich ken­ne den film zwar nich) aba anhand des auschnit­tes (man nennt es auch trai­ler XD) u des bei­tra­ges bzw der beschrei­bung kam es mir so vor als wir das wären (das kann sich jetzt eh jeder den­ken) u ich fra­ge mich ob du das auch dachtest?aba bit­te ehrlich?dachtest du es auch wäh­rend des films?hast du des­we­gen die sms geschr?deswegen auch so geheult?bissi?

    du hat­test aba per sms was erwähnt was mir auch ähneln wür­de oder?(du weisst was ich meine,wenn nich frag per sms)

    ok,verrate nix,aber das gewies­se bege­ben­hei­ten nicht schön sind is klar,so wie du geweint u geschlot­tert hast,ich hof­fe auch das es sich nich noch wei­ter ähnelt,aber wer weiss,ich bin ja ein pool für alle mensch­li­chen prob,vllt fin­det sich da ja noch was 😉

    den film wür­de ich ger­ne sehen,auch ger­ne bei dir!
    aber wie stellst du dir das vor?
    wie soll ich dahin kommen?? 🙁
    wenn über­haupt bei mir.…aba auch das wird schwie­rig wie du weisst 🙁

    • @ mary-loo:

      Die Situa­ti­on an sich kann ich gut nach­voll­zie­hen, jedoch warst du auf­grund des Alters nicht so nahe­lie­gend, da das bei den bei­den im Film doch arg unter­schied­lich ist und ihre Gefüh­le auch in eine ande­re Rich­tung gehen.

      Ja, ich weiß, dass das schwer ist, aber viel­leicht klappts ja doch irgend­wann mal 🙂 Die Hoff­nung stirbt bekannt­lich zuletzt. Und da wir noch leben, gibt auch die Hoff­nung noch Lebens­zei­chen von sich 😎

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