Schokokäse

Schluss mit dem Käse – jetzt gibts Schokolade!

Dazlious!

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Soeben habe ich den letz­tens erwor­be­nen Film „Snow Cake“ (Trai­ler sie­he dort) geschaut. Ein wirk­lich sehr beein­dru­cken­der Film. Die­se Macht, mit dem einen der Film ein­zu­neh­men ver­mag. Auf­grund der Rah­men­be­din­gun­gen der Geschich­te umgibt den Strei­fen – mal mehr, mal weni­ger sicht­bar – eine bedrü­cken­de Traurigkeit.

Mei­ne Lieb­lings­sze­ne ist dabei ein­deu­tig das Comic-Scrabb­le (5:08–8:53, lei­der etwas leise):

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Der Film mit sei­nen pas­send gewähl­ten Sze­nen und Schnit­ten, den authen­ti­schen Dar­stel­lern und der gelun­ge­nen Musik schafft es, dass die­ses bedrü­cken­de Gefühl kei­ne Depres­si­on bzw. Hoff­nungs­lo­sig­keit beglei­tet. Im Gegen­teil. Von einem Moment auf den ande­ren ändern sich die Trä­nen der Trau­rig­keit oder Rüh­rung in sol­che der Freu­de. Und manch­mal sind sie bei­des gleichzeitig.

Mich beein­druckt dabei natür­lich vor allem die Offen­heit und Ehr­lich­keit in den Aus­sa­gen der Autis­tin. Die Dar­stel­le­rin hat hier­für viel recher­chiert, wie ich in den Extras erfah­ren habe.

Ich könn­te den hal­ben Film zitie­ren, da er so viel Weis­heit in sich trägt. Ich will es aber bei Fol­gen­dem belassen:

– In einer Raststätte: –

Vivi­en­ne: Wis­sen Sie, war­um ich mich hier­her gesetzt habe? Weil Sie aus­se­hen wie jemand, der drin­gend reden soll­te. Sie sehen aus, als hät­ten Sie schon ziiieeeem­lich lan­ge nicht mehr geredet.

Alex: Des­halb haben Sie sich hergesetzt?

Vivi­en­ne: Des­halb habe ich mich her­ge­setzt … und weil ich ’ne Mit­fahr­ge­le­gen­heit suche. Sie sahen ein­fach ver­trau­ens­se­lig aus.

– Eini­ge Sze­nen spä­ter, bei Vivi­en­nes Mutter: –

Alex: Wie­so ist sie per Anhal­ter gefahren?

Mut­ter: Vivi­en­ne woll­te Schrift­stel­le­rin wer­den. Sie hat gesagt, sie wür­de immer ver­su­chen, bei den Leu­ten mit­zu­fah­ren, die am ein­sams­ten aus­se­hen. Weil die die bes­ten Geschich­ten hätten.

Ein Kommentar

  1. Ein ganz wun­der­ba­rer, sen­si­bler Film, ein­fühl­sam, doch nie kitschig.

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