Schokokäse

Schluss mit dem Käse – jetzt gibts Schokolade!

Guckst du (4): Das brandneue Testament

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Herrlich! Ich habe Tränen gelacht. Der Film lief wohl passenderweise in der Vorweihnachtszeit auf Arte, hab den seit 22. Dezember auf der Festplatte vorliegen.

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Ein wirklich extrem skurriler Film. Aber anders als Leslie „Die nackte Kanone“ Nielsen oder Rowan „Mr Bean“ Atkinson nicht klamaukig, sondern auf eine sehr poetische Art und Weise.

Tochter: „Allerdings machen eine porzellanfarbene Haut und dunkles Haar noch keine hammer Frau aus. Denn man braucht noch ein Lachen, das wir kleine Perlen klingt, die eine Marmortreppe hinunterkullern.“

Und dazu kommt dann noch der philosophische Aspekt der Frage, was mache ich mit dem Rest meines Lebens, wenn ich weiß, wie lange ich noch zu leben habe? Da wird dann schonmal der Sinn des Lebens hinterfragt.

Tochter: „Mein Vater hatte einen gewissen Grad an Perfektion erreicht. Seitdem verbrachte er seine Tage damit, neue Gebote zu erfinden. Für universelle Mordsärgernisse.“

Gott: „Auf die Formulierung kommt es an.

Gebot 2127: Der für den Menschen notwendige Schlaf wird um zehn Minuten verlängert.

[...]

Gebot 2126: Das Geschirr zerbricht erst, nachdem es abgewaschen wurde.

Gebot 2218: Die Warteschlange, in der man selbst nicht steht, kommt immer schneller voran als die eigene.

Gebot 2231: Ein Unglück kommt selten allein.“

Na, DAS erklärt endlich mal so einiges in meinem Leben (weitere Gebote im Trailer). Nein, es gibt keinen Murphy, das ist alles Gottes Schuld 🤣

Tochter: „François war eins der zahlreichen Opfer des Gebotes 2502, erschaffen von meinem Vater.“

Gott: „Solltest du dich irgendwann in eine Frau verlieben, sind die Chancen groß, dass du dein Leben nicht mir ihr verbringst. (gehässiges Lachen)“

Da kenn ich auch noch ein Opfer … 😉

Aber wer weiß, vielleicht findet er noch sein Glück? Gottes Gebot ist in der Hinsicht ja nicht absolut, er spricht nur von Chancen.

François zu Aurélie (der hammer Frau): „Entschuldigen Sie. Ich liebe Sie. Zum ersten Mal liebe ich. Ich bin verheiratet und liebe meine Frau nicht, meinen Sohn nicht und meine Eltern hab ich auch noch nie geliebt. Ich liebe nichts und niemanden. Nur Sie. Ich liebe Sie. Und werde Sie immer lieben. Ist nicht schlimm, wenn Sie mich nicht lieben. Dann lebe ich ab heute allein und warte auf den Tod und werde immer an Sie denken.“

Auch andere finden den belgisch-französisch-luxemburgischen Film aus dem Jahr 2015 sehr gelungen, wenn ich mir Wikipedia anschaue:

Die Filmzeitschrift Cinema attestiert dem Film „irrwitzige Ideen […] und surreale Details“ und bezeichnet ihn als „respektlos und originell“. Als „amüsant und skurril“ beschreibt ihn die Süddeutsche Zeitung. Beatrice Behn spricht in ihrer Festivalkritik zu Cannes 2015 auf kino-zeit.de von „Quatsch in allerbester Qualität“ und schreibt, Van Dormael habe sein Werk „mit viel Humor und Monty-Python-Surrealismus“ zu einem „hochgradig erratischen, stets leicht manisch daherkommenden Gesamtkunstwerk“ montiert.

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