Schokokäse

Schluss mit dem Käse – jetzt gibts Schokolade!

Yahoo-Chefin wird Mutter

| 5 Kommentare

Ihr Mann bei Twitter:

Baby boy Bogue born last night. Mom (@marissamayer) and baby are doing great–we couldn’t be more excited!

„Mama und Baby geht es großartig – wir könnten nicht begeisterter sein.“ Oh ja. So groß, dass die Elternschaft so schnell wie möglich wieder der Arbeit weichen darf:

Die Schwangerschaft sei bei den Verhandlungen für den Top-Job kein Hindernis gewesen, hatte Mayer in einem Interview im Juli gesagt. «Ich werde nur ein paar Wochen Mutterschaftsurlaub nehmen und die ganze Zeit hindurch arbeiten», erzählte sie dem US-Magazin «Forbes». «Ich liebe es, in Schwung zu bleiben.» Diese Ankündigung hatte ihr allerdings auch Kritik eingebracht.

Quelle: dpa, z.B. bei Zeit Online

Ich finde im Netz keine Informationen, wer sich denn dann um den Sohn kümmert. Ich fürchte jedoch, dass es ihr Mann nicht sein wird, ein Anwalt und Investor. Das klingt so, als hätten sich zwei Karrieretypen gefunden.

Sehr vielsagend finde ich auch, wie die Mutterschaft von ihr so einfach mit der Aussage weggewischt wird. Das kommt so rüber wie: „Die Nannys kümmern sich schon drum. Und wenn es die ersten Schritte macht und Worte spricht, kann ich mir das später noch auf Video ansehen. So zwischendurch in der Mittagspause …“

Ich sage nicht, dass es so ist. Aber wichtig ist auch das Bild, das hier entsteht und zukünftige Eltern beeinflussen kann. Ein Kind ist kein Kuscheltier, dem man nur hin und wieder Aufmerksamkeit schenkt, wenn es einem selber passt.

Warum der Stress?

Warum werden solche Menschen überhaupt Eltern? Wenn man Kinder bekommen möchte, sollte man sich der Verantwortung bewusst sein. Und gerade, wenn man in der Situation ist, dass nicht beide arbeiten müssen, sollte man sich diese gemeinsame Zeit mit dem Kind auch gönnen.

Aber so? Sind Kinder mittlerweile so ein gesellschaftliches Ideal, dass man sich diese auch „anschaffen“ möchte, wenn man selber keinen Bock auf Elternschaft hat? Oder geht es einfach nur darum, zu wissen, dass der Name, das Werken und die Gene nach dem eigenen Tod weiterleben können?

Hach, man war und ist ja so gut. Wenn dieses Leben nicht durch einen Stammhalter fortgeführt werden könnte, wie viel trister wäre die Erde? Oder könnte sie überhaupt existieren? Wie eingebildet kann man sein …?!

5 Kommentare

  1. Wie bist Du denn drauf? :glotz:
    Schoko in manchen Dingen bist Du wirklich erschreckend reaktionär.

    Warum erwähnst Du den Vater nur am Rand, glaubst aber (nach einer kurzen Pressemeldung) selbstgerecht den Stab über eine Dir vollkommen fremde Frau brechen zu dürfen und unterstellst ihr die niedersten Motive?

    Der Mann macht Karriere (erwähnst Du in einem Nebensatz), das ist selbstverständlich – aber die Frau ist die Böse, wenn sie nicht alles wegschmeisst was sie sich erarbeitet und sofort zum Muttertier mutiert. 🙄

    Da blickt ja wirklich ein sehr verknöchertes Rollenverständnis durch.

    Davon abgesehen, kenne ich mehr als genug Menschen die mit arbeitenden, alleinerziehenden Müttern sehr gut groß geworden sind und sich zu mitfühlenden, sozialen Menschen entwickelt haben. Denen eben nichts verloren ging, auch wenn die Mutter nicht ständig über ihnen gluckte.

    • @ Noriko:

      Es geht ja nicht darum, wie es ist, sondern wie es in den Medien publiziert wird. Rein biologisch ist die Schwangerschaft zwangsweise mit der Mutter verbunden. Dass die Zeit danach dann so ohne weitere Erläuterung weggewischt wird, finde ich sehr schade.

      Es ist hier geschlechtsspezifisch auch allgemein keine Verhältnismäßigkeit gegeben. Wenn Männer Vater werden, ist das beruflich gesehen selten eine Erwähnung wert. Frauen jedoch erscheinen dann als Supermutti, ohne die eigentliche Umsetzung groß zu thematisieren. In der Praxis übernehmen dann womöglich „Bedienstete“ oder (im Optimalfall) der Partner die ausgelebte Elternschaft.

      Hätten denn die von dir erwähnten alleinerziehenden Mütter die finanzielle Freiheit gehabt, auf die Arbeit zu verzichten? Meine Frage war ja: Wenn man freiwillig der Arbeit einen höheren Stellenwert gibt und das Elternsein hinten anstellt, warum will man dann überhaupt Elter werden?

  2. @ Schoko

    Weil kein Mensch nur „Elternteil“ ist, oder nur „Karrierefrau“ oder nur „Partner“ … wir alle haben unendlich viele Facetten und Kindern zuliebe auf eine Menge dieser Facetten zu verzichten, ist nicht automatisch das Beste für die Kinder.

    Sieht man ja zum Beispiel an den sog. „Fußballmüttern“ die nach aussen hin im traditionellen Sinne „perfekte Mütter“ sind, weil sie ihren Kindern zuliebe bei sich selbst komplett zurückstecken und immer für sie da sind, alles dreht sich um die lieben Kleinen.
    Dabei projezieren sie aber ihren gesamten eigenen Ehrgeiz auf den Nachwuchs und setzen sie damit massiv unter Druck und Stress. Ehrlich gesagt, da hat es so manch ein Kind einer „Rabenmutter“, die ihre eigenen Bedürfnisse nicht vergisst eine glücklichere und ausgeglichenere Kindheit.

    Ich wehre mich einfach gegen Dein schwarz-weiß Denken.

  3. @ noriko: muss ich dir zum groesstenteil recht geben!

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